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Hier ist der offizielle Blog zur Hörspielreihe DRIZZT von LAUSCH – Phantastische Hörspiele! An dieser Stelle gibt es News zu den Hörspielen, Hintergrundinformationen zur Produktion und den Beteiligten und Wissenswertes rund um die Abenteuer unseres liebsten Dunkelelfen. Natürlich sollen auch die Fans zu Wort kommen, also scheut Euch nicht uns mit den verschiedensten Kommentaren zu bombardieren.

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Vendui’ liebe Leser,


wie angekündigt geht VS. weiter. Der gute Kamillo hat mir einen weiteren Kampfbericht geschickt, für dem ich ihm sehr dankbar bin. Natürlich mag ich es, wenn unser liebster Dunkelelf gegen die verschiedensten Gegner antritt, aber ich finde es auch sehr spannend, wenn andere Charaktere aus dem reichen DRIZZT-Universum auf neue Herausforderungen treffen. Kamillo hat uns u.a. ja schon geschildert, wie ein Zusammentreffen der mächtigen Barbaren Wulfgar und Conan aussehen könnte. Diesmal erleben wir den Halbling Regis bei einer Auseinandersetzung mit dem berühmten Ali Baba aus Tausendundeine Nacht:


Als Regis sich zurechtmachte und eine Schatulle aus einem geheimen Versteck hervorkramte, um sich dort ein paar passende Ringe für das heutige Treffen seiner Gilde rauszusuchen, sah und griff er nach einem, den er vorher noch nicht gesehen hatte. Es war ein schön geschwungener Ring in einem Stil, den Regis von Händlern aus den Osten kannte. Regis wusste nicht, woher er diesen Ring hatte und während er darüber nachdachte, setzte er sich den Ring etwas geistesabwesend an und begann mit ihm zu spielen. Er bekam Impressionen von Wüstensand, Oasen, Palmen und verschleierten Frauen. Als er seine Gedanken wieder fassen konnte, sah er sich um und saß im Sand, während neben ihm ein Pferd scheute und seinen Reiter abwarf. Er hörte zunächst fremde Stimmen, die teils fluchten, teils lachten und das unverkennbare Geräusch eines Säbels, der aus seiner Scheide fährt. Regis sah sich um und starrte in das wütende Gesicht eines braungebrannten Jungen von etwa 20 Jahren, der sich gerade aufrappelte, während er seinen Krummsäbel zog. Dazu sah Regis noch mehrere Dutzend weiterer Krieger. Sie trugen zumeist Turban und leichte Kleidung, also müssten es Wüstenbewohner sein. Regis realisierte langsam, das er sich anscheinend in einer Wüste befand und das er begann, das lauthalse Gerede des jungen Burschen zu verstehen, der mit dem Finger auf ihn zeigte.
„Was bist den Du für ein dahergelaufener Wicht? Wie ein Dschinn schaust Du mir nicht aus? Machst mich hier vor den Augen meiner Männer lächerlich. Und woher hast Du diesen Ring? Er ist ein heiliges Relikt dieser Oase und wurde vor einigen Jahren gestohlen. Wer war der Dieb oder warst Du es? Rede, oder kannst Du nicht sprechen, Dreckfresser?“
Regis wundert sich, daß er die Stimme verstand, weil sie sehr fremdländisch klang und schob es auf diesen Ring, der auch gerade angesprochen wurde. Er sammelte sich und fing an, auf seine bisweilen höfliche Art, seine Sicht der Dinge zu schildern.
„Hör mal, Du Sohn eines wirklich hässlichen Esels und eines lahmen Kamels.“ Sein Gegenüber lief rot an und wollte schon mit dem Säbel drohen, als Regis ihn weiter zur Ordnung rief „Und jetzt lass mich bitte ausreden. Ich beleidige nur, wenn ich beleidigt werde, vor allem, wenn ich nichts dafür kann. Ich freue mich auch nicht, hier genau auf Dir gelandet zu sein, weil ich einfach Besseres zu tun habe, als in der Wüste Verstecken zu spielen. Aber nein, ein Dschinn bin ich nicht. Ich bin Händler aus ZehnStädte und anscheinend etwas weiter weg von meiner Heimat. Dieser Ring wurde mir untergeschoben und meine nicht zu verachtende Neugier ließ ihn mich benutzen. Also bin ich jetzt hier und mir liegt viel daran, wieder heim zu kommen, um denen, die mir das angetan haben, etwas heimzuzahlen.“
„Der kleine Mann spuckt aber große Töne“, meinte der junge Mann. „Gehen werde ich Dich lassen, aber der Ring und Deine Wertsachen bleiben hier. Was für Räuber wären wir denn, wenn wir diese Möglichkeit nicht nutzen würden, die sich uns gerade bietet.“
„Was für Räuber ihr wärt oder seid, ist mir egal. Ich kenne euch dahergelaufene Burschen nicht, aber ich erkenne eine anständige Räuberbande, wenn ich sie sehe und hier und jetzt sehe ich ein paar Strauchdiebe mit großer Klappe. Wer bist Du überhaupt, damit ich berichten kann, welcher Abschaum mich ausgeraubt hat?“
„Wer ich bin? Das weiss doch jeder auf dieser Welt. Jeder kennt die Legenden über mich, Ali Baba und meine vierzig Räuber und jeder weiss, das wir ehrvolle Banditen sind.“
„Was, Ihr wollt ehre haben? Dann beweis‘ es! Mann gegen Mann, ohne Deine Räuber. Wenn ich gewinne, gehe ich mit all meinen Besitztümern hier raus und Du hilfst mir, heimzukommen und bekommst sogar noch etwas dafür, unter anderem den Ring. Wenn ich verliere, dann kriegst Du all meine Klunker“, Regis zeigte auf Ringe und sonstige Geschmeide, „,den magischen Ring und mein Geld. Ich verziehe mich hier alleine und lasse mir auch nicht helfen. Ich komme hier schon raus und heim.“


„Zieh“, rief Ali und ließ Regis wenig Zeit, seinen Dolch zu ziehen, mit dem er gerade noch einen ersten Hieb parieren konnte. Regis dankte den Göttern für die Parierstange. Ali war größer, kräftiger, und hatte die größere Reichweite und nutzte seine Stärken auch. Regis war aber ein verbissener Kämpfer mit einem großen Überlebensinstinkt und vielen dreckigen Tricks und seine Größe ward hier und da ein nicht zu unterschätzender Vorteil. So rannte Regis los, Ali Baba auf den Fersen und schlug Haken, rannte unter Pferden hindurch, während Ali Baba drumrum rennen musste und brachte ein wenig Distanz zwischen sich und seinen Verfolger, der von seinen Mannen immer wieder aufgestachelt wurde, die ihm bereitwillig die Richtung anzeigten, in welche er musste, wenn er den kleinen Mann mal aus den Augen verlor. Regis dachte die ganze Zeit nach, wie er sich diesen ungestümen Kerl vom Leib halten und besiegen konnte, denn schließlich war er Regis, Held von Zehnstädte. Er hatte eine Idee und sein nächster Haken führte ihn zu einem von Ali Babas Männern einem kräftigen dunkelhäutigen Mann, der auszuweichen begann, weil er nicht zwischen Regis und Ali Baba stehen wollte, während diese sich bekämpften, doch genau dies war Regis Ziel. Sollte doch Ali Baba aufpassen, das er seinen eigenen Mann nicht verletzte. Ali Baba fiel auf diesen Trick schmerzlich herein, als er vorsichtig um seinen eigenen Mann schlich und sich dabei einen Stich von Regis scharfem Dolch am Schienbein einfing. Er warf den Mann nun einfach um, damit dieser endgültig aus dem Weg war und Regis ausweichen musste. Regis fluchte kurz, weil er wieder in die Defensive gedrängt wurde und dazu noch einen schnell ausgeführten Hieb in die Schulter erhielt. Der nächste Weg führte Regis zum Pferd Ali Babas, „dieses würde nicht so leicht umzuwerfen sein“, dachte er sich. Auch hier schien die Taktik wieder aufzugehen, weil Ali Baba zumeist etwas ratlos auf der anderen Seite des Pferdes stand, bis er seinem Pferd einen Befehl zurief und es nach hinten austrat.
Regis wich gerade noch so aus und konnte sich abrollen, allerdings mitten ins Wasser der Oase. Ali Baba war in drei schnellen Schritten bei ihm und hielt ihm den Säbel unters Kinn.


Regis gurgelte mit etwas Wasser, spuckte dieses aus und grinste.
„Hey, das war nicht schlecht, fast wie bei Drizzt und seinem Panther. Du hast gewonnen.“
„Ja, das habe ich, wer auch immer dieser Drizzt ist, aber ich muß sagen, daß ich schon lange nicht mehr so viel Spass bei einem Kampf habe. Also nehme ich mir Dein Gold und Deine Juwelen, aber ich helfe Dir, da ich gerne den erwischen würde, der diesen Ring gestohlen hat.“
„Oh ja,“ erwiderte Regis verschmitzt, „denjenigen, der mir den ring untergeschoben hat, den möchte ich auch kriegen. Ich glaube damit kann ich arbeiten. Auf eine gute Zusammenarbeit, Ali Baba.“ Regis hielt Ali Baba die Hand hin, der sie nahm, Regis dabei aus dem Wasser zog und dann schüttelte. „Es wird mir eine Ehre sein, kleiner Mann.“


Wie hat euch diese Geschichte gefallen? Wer ist den neben DRIZZT Eure Lieblingsfigur in der Saga vom Dunkelelf?

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